AVM Fritz!Box Firefox Addon

AVM hat letztes Jahr eine Erweiterung für Firefox herausgebracht, mit der es u.a. möglich ist Nummern per Mausklick zu wählen.

Das Addon erkennt Telefonnummern in Webseiten automatisch, markiert sie und wählt sie per Mausklick, man muss nur noch den Telefonhörer abheben und ist verbunden (Wählhilfe musst in der Fritzbox aktiv und eingerichtet sein). Daneben kann das Addon noch verfügbare Updates anzeigen, die eigene öffentliche Ip (in der Statuszeile) und verlinkt die Weboberfläche der Box.

Klingt theoretisch sehr schön, praktisch ist die Software aber noch sehr buggy. Einstellungen am Addon (welche Funktionen aktiv sind, ob Updates automatisch installiert werden…) werden zwar gespeichert, sind aber beim nächsten öffnen des Einstellungsmenüs verloren. Die Nummernerkennung funktioniert zwar halbwegs gut, das wählen hat bei mir allerdings des Öfteren zur Falschwahl geführt (wobei ich nicht weiß ob das Addon oder die Box schuld ist).

FB FF Addon - Wahl

Wählhilfe im Firefox

Das größte Übel ist, dass die Erkennung mehrzeilige Texteingabefelder falsch erkennt, sodass ich in fast jedem Feld als letzte Zeile ein

FB_Addon_TelNo{ height:15px !important; white-space: nowrap !important; background-color: #0ff0ff;}

stehen habe. Der Text wird allerdings erst beim Absenden eingefügt, ist vorher also nicht zu erkennen und damit auch nur schwer zu entfernen. Mit dem Problem bin ich aber nicht alleine, gebt den String mal in einer Suchmaschine eurer Wahl ein und seht, wie oft er im Netz vorkommt. Blogs, Content Management Systeme, Foren… überall findet sich der String auf Webseiten.

Der Gedanke der zur Entwicklung des Addons geführt hat ich sehr gut, die (bisherige) Ausführung allerdings noch nicht. Die von mir benutzte Version ist 1.05.05 vom 17.12.2009, bisher ist leider noch kein Update verfügbar. Da ich Ubuntu benutze kann ich nicht sagen, ob die Probleme auch unter Windows auftreten, der Vielzahl der entsprechenden Suchergebnisse nach gehe ich aber davon aus.

Mailgraph probleme (2)

Hab die Probleme jetzt anders „gelöst“.

Ursprünglich hatte ich geplant, die rrd Daten vom alten Server zu übernehmen, wobei es aber die hier erwähnten Probleme gab. Da ich mittlerweile aber sowieso eine zu große Lücke hätte, ist es auch egal.

Von daher habe ich jetzt eben die alten Daten gelöscht, mailgraph wieder installiert und siehe da: keine Probleme.

Fängt die Statistik halt wieder bei 0 an, ist verkraftbar 🙂

Streetview und WLAN Daten

Google ist ja mit seinem Streetview Dienst in den letzten Wochen desöfteren in die Kritik gekommen, zuletzt weil sie WLAN Nutzdaten gespeichert haben, sofern man ein unverschlüsseltes WLAN hat und dieses erfasst wurde.

Dies soll nur aus Versehen passiert sein und hätten eigentlich gelöscht werden sollen.

Es gibt quellen laut denen Google die Software Kismet eingesetzt haben soll. Ob das stimmt weiß ich nicht, falls aber ja müsste ich mich doch „etwas“ wundern. Nicht, dass sie dafür nicht geeignet wäre, ich denke nicht, dass es eine bessere (freie) Software unter Linux gibt mit der man u.a. WLANs scannen kann und ihre passenden GPS Koordinaten speichern kann. Kismet kann zwar noch viel mehr (IDS, verteiles Scannen) aber das ist in diesem Fall unrelevant.

Wenn man sich nun aber die datei ‚/etc/kismet/kismet.conf‘ ansieht stolpert man über folgenden Block:

# File types to log, comma seperated
# dump    – raw packet dump
# network – plaintext detected networks
# csv     – plaintext detected networks in CSV format
# xml     – XML formatted network and cisco log
# weak    – weak packets (in airsnort format)
# cisco   – cisco equipment CDP broadcasts
# gps     – gps coordinates
logtypes=dump,network,csv,xml,weak,cisco,gps

Die Zeilen mit # sind nur Kommentare, danach kommt die Zeile mit den aktiven logdateien. Die zeile „logtypes“ wird in dieser Form ausgeliefert, ist also default.

Die Namen sind soweit selbsterklärend: csv, xml und network enthalten größtenteils die gleichen Daten, nur in einem andern Format.

Dump enthält wie der Name erraten lässt einen kompletten Dump der Daten, inklusive Nutzdaten welche im Netzwerk gesendet werden.

Den Medieninformationen nach müsste Google im Dump format aufgezeichnet haben, für den eigentlichen Zwerk wäre (in meinen Augen) aber das xml Format (oder csv) besser geeignet.

Network;NetType;ESSID;BSSID;Info;Channel;Cloaked;Encryption;Decrypted;MaxRate; MaxSeenRate;Beacon;LLC;Data;Crypt;Weak;Total;C$

Diese Daten alle enthält die csv Datei, das Feld „Data“ beeinhaltet nur einen Integerwert wieviele Datenpakete empfangen wurden, keine Inhalte.

Damit man den Standort auch protokollier benötigt man GPS. Unter Linux wird dies mit dem gpsd realisiert (Bluetooth GPS geräte werden mit Rfcomm als lokales Gerät eingebunden und dann im gpsd eingetragen).

Falls Google Kismet eingesetzt hat, so wäre es kein Problem gewesen keine Nutzdaten zu speichern, ein kleiner Blick in die config hätte dafür ausgereicht. Falls sie Kismet nicht eingesetzt haben will ich ihnen mit diesem Artikel nichts unterstellen, Kismet hätte aber eventuell eine alternative sein können.