Verdächtigkeit von Facebook-Verweigerern

Aktuell kommt mal wieder ein bekanntes Thema in den Vordergrund: Machen sich Facebook-Verweigerer verdächtig? Viele Onlinemedien aus den verschiedensten Ländern berichten darüber und verweisen auch gerne darauf, dass Personalabteilungen eine Online-Abstinenz auch sehr verdächtig finden.

Fast alle Artikel haben eins Gemeinsam: Sie stellen das Verweigern von Facebook mit einer kompletten Abstinenz aus dem Internet gleich. Für viele von ihnen besteht das Internet entweder ausschließlich aus Facebook, oder sie unterstellen das jedenfalls dem normalen Leser.

Ich bin nicht auf Facebook, aber nicht weil ich kein Bock auf das Internet hätte sondern einfach weil mir die durchführung von ihrem Geschäftsmodell nicht passt. Ich will nicht alle 3 Tage nachschauen müssen ob die privacy Einstellungen noch so sind wie ich sie gerne hätte, oder ob Facebook diese mal wieder „optimiert“ hat und dadurch mehr öffentlich ist als ich möchte. Dafür bin ich bei Twitter, Google+, Xing, in verdiedenen Foren und Mailinglisten, nutze Jabber und Skype, blogge ab und zu und verbringe auch sonst sehr viel Zeit mit Systemen im Netz.

Bin ich trotzdem verdächtig, nur weil ich Facebook nicht Nutze? Das Netz kann viel mehr bieten, als nur Facebook.