Flag Mails received with TLS or IPv6

Flags in Thunderbird

Flags in Thunderbird

I just wondered how wide spread IPv6 and TLS are when receiving e-mails, so I wanted to quickly see which kind of transport an incoming mail used. I wanted to see it directly when it hits my inbox, so I adding a tag to the mail would be a sensible approach.

Since I’m running a quite common setup with Postfix, Dovecot and the usual stuff connecting into those two daemons, it wasn’t much work to do it.

Dovecot has the ability to filter and sort mails directly on the server using sieve. I have sieve up and running to sort mails from mailinglists into their corresponding folders and do stuff like that.

The best way to find out how an e-mail was received is to look at the „Received“ header:

Received: from sender.domain.invalid (sender.domain.invalid [IPv6:2001:db8:cofe::1])
 (using TLSv1.2 with cipher AECDH-AES256-SHA (256/256 bits))
 (No client certificate requested)
 by receiver.otherdomain.invalid (Postfix) with ESMTPS id 01D2C3E4A02
 for <nico@otherdomain.invalid>; Sun, 11 Jan 2015 17:24:17 +0100 (CET)

The header spreads across multiple lines and with (usually) tabs infront of the new ones. It tells us that the sending Mailserver was using IPv6 and TLS. Of course, sender.domain.invalid and receiver.otherdomain.invalid are only to demonstrate it. In reality, there should be your domain and the sender’s one.

Automatically detecting IPv6 is not so simple as one might think, the „Received“ line must include „IPV6:“ in it. But also, you want to make sure that it is only a hit, when the message was received by you via IPv6, not by one of the mailservers it might have passed earlier on its way through the internet.

There is a handy tool called regexr.com, where you can built and test regular expressions. It took me some minutes to make it work, without having long expression The IPv6 one can be seen here. You need to paste the received header from above, to see it work.

(from).+\[IPv6:.*(\s.*)*(by receiver\.otherdomain\.invalid)

First, we filter for „from“ and „IPv6:“ (the colon just to make sure that we don’t hit in a possibly wrong hostname) in one line, then after some more lines we filter on the receiving mailserver.

Of course, the sieve regex implementation has its own flavour of regular expressions, explained here, so I had to do some modifications to use them with sieve.

The TLS regex was on the same level of complexity. It’s that piece of regex.

(from).+\s+\(using TLS.*(\s.*)*(by receiver\.otherdomain\.invalid)

It also hits on „from“ but then searched fot the TLS header. Again, it also matches the receiving servers hostname. Sinve SSLv3 is broken and should not be used, I to only match TLS.

As linked earlier, the sieve regex has some own ways to find whitespaces or newlines, so have a look at the linked document, if you want to build your own expressions.

I did not want to modify the message but wanted to see the flags on a first glance, I did not want to add a pre- of suffix to the subject. I instead decided to use the colour flags Thunderbird can display. I do not use them normally so they are a good fit for that task. They can easily be removed afterwards, when stuff gets boring and everyone uses IPv6 and TLS 😉

The dovecot wiki lists the lables and the corresponding colours. I chose green for TLS and blue for IPv6. Usually they are used for „Personal“ and „ToDo“

To do the filtering, your sieve instructions file must require the modules „imap4flags“ and „regex“, otherwise it won’t work. My sieve config is like the following (but much longer with a lot more rules):

require ["imap4flags","regex"];
 # rule:[TLSTest]
 if header :regex "received" "(from).+[[:space:]]+\\(using TLS.+([[:space:]]*.*)*(by receiver\\.otherdomain\\.invalid)"
 {
 addflag ["$label3"];
 }
 # rule:[IPv6Test]
 if header :regex "received" "(from).+\\[IPv6:.*([[:space:]]*.*)*(by receiver\\.otherdomain\\.invalid)"
 {
 addflag ["$label4"];
 }

These regexes work quite well for me. You need to replace the domain „receiver.otherdomain.invalid“ with the one your mailserver uses. Until now, I had no false-negatives or false-positives. I’m not sure what happens when TLS is in one Received header, and my hostname in another. I think that sieve checks them one by one but did not challenge that. The one by one checking would make sense because the regex itself is only executed for „received“ headers, as you can see in the sieve rules.

Of course, other sieve plugings like fileinto“ can move mails to differend locations but I just wanted to observe the Mails coming into my inbox, with the new flag.

Mail with Flags

Mail with Flags

I renamed the two flags (or tags, as they are called in Thunderbird), just to have it a bit less tidy in my inbox.

How far TLS and IPv6 are spread. Right now I see a lot of TLS but nealy no IPv6, only from RaumZeitLabor and folks sorrounding it.

 

Nico

Debian Wheezy veröffentlicht

Nach einiger Zeit der Entwicklung ist am Sonntag die siebte Debian Version namens wheezy veröffentlicht worden.

Sie löst damit ihren Vorgänger squeeze nach etwa 2 Jahren ab. Debian wheezy war bisher als testing geführt worden und hatte hier in letzter Zeit schon eine recht hohe Stabilität gezeigt. Doch auch ein paar Bugs waren noch vorhanden, z.B. bei der Berechnung der Load in Verbindung mit KVM liefert der Kernel manchmal interessante Werte. Hier bleibt abzuwarten, wie sich die Anzeige nach dem Update verhält.

Debian wheezy setzt in alter Tradition eher nicht auf die neusten Versionen der Programme, verfolgt damit aber eine Strategie die auf Stabilität abzielt statt neuste Features. Wer unter Debian stable neuste Software will sollte auf die Debian Backports, Dotdeb oder andere Repositories setzen, die das entsprechende Programm anbieten.

Auf allen Servern die ich in den letzten Monaten neu installiert hab (z.B. mein Monitoring, der neue Server des RaumZeitLabors) läuft schon Debian wheezy, ein großes Update steht für mich trotzdem an: der Server auf dem dieses Blog läuft nutzt aktuell squeeze, welches bisher stable war. Im Zuge des Debian Updates werde ich die Daten wahrscheinlich auf einen neuen VPS umziehen, der mehr Leistung hat (4GB RAM statt 2GB, für den gleichen Preis). Meine Erfahrung bei Debian Updates ist zwar gut (besser als bei Ubuntu) aber es ist immer hilfreich, ein Backup zu haben 😉

Gnome 3

Seit Gnome 3 endlich final erschienen ist benutze ich es. Gnome 3 beobachte ich schon recht lange, vor einiger Zeit hatte ich sogar mal kurz einen pre-alpha built installiert, der zwar nicht stabil war aber wenigstens kurz zeigen konnte, auf was man sich bei der neuen Oberfläche freuen kann 🙂

KDE 4 war zwar „ganz nett“ aber auf dauer war ich irgendwie genervt davon. Es fühlte sich meistens sehr zäh und irgendwie unrund an. Noch dazu machte KDE 4 bei meinen Monitoren nur Probleme im dual Monitor Setup. Ich konnte es zwar aktivieren, nach einem reboot waren aber die einstellungen so defekt, dass sich die Oberfläche auf einen 5cm breiten Streifen erstreckte (mit voller Auflösung) und der Rest schwarz war*. Es dauerte meistens ein bis zwei Tage bis es richtig lief. Gnome 2 war im allgemeinen zwar auch okay aber schon sehr in die Jahre gekommen und mir irgendwann zu langweilig.

Mein Unmut über die aktuellen Desktopumgebungen wurde noch größer, als Ubuntu bzw Canonical anfingen die Oberflächen auf eigene Faust zu „verbessern“. Angefangen mit den Fensterbuttons oben links (oder war das schon der zweite Streich den ich korrigieren musste? Ich weiß es nicht mehr) die einfach aus meiner Sicht dort falsch sind. Direkt über dem Menü den schließen Button anzuordnen war für mich eher ein Bug als ein Feature, viel zu leicht konnte man sich verklicken und das Programm schließen statt das Menü zu öffnen. Das nächste Feature was dann an OS X angelehnt wurde (für mich sieht es jedenfalls sehr danach aus) war das globale Menu in der Leiste am oberen Bildschirmrand. Damit wurden die Fensterbuttons links zwar wieder benutzbarer aber für mich war es trotzdem ein reinfall.

Die Bedienung bei OS X mit der Menüleiste oben ist angenehm und nach kurzer Umstellung hat man sich auch dran gewöhnt. Bei OS X gehört es dazu und ist im System komplett „drin“. Bei Ubuntu dagegen war es nachträglich hinzugefügt und eckt überall an. Es war nicht Einheitlich, manche Programme kamen damit klar, andere hingegen nicht. Am Ende stand man vor einem inkonsistenten Bedienkonzept. Für mich keine Alternative. Dass das Menü ausgeblendet wird wenn es nicht benutzt wird war zwar auch eine nette Idee, ich frage mich aber immer noch: wozu?

Noch dazu konnte Unity nicht sinnvoll mit mehreren Monitoren umgehen. Die Leiste am linken Rand hat mich auch gestört. Meine Meinung nach ist es für Netbooks zwar gut geeignet, aber auf einem 24″ Monitor möchte ich es nicht.

Mit gnome3 wurde in meinen Augen alles besser. Die Bedienung ist durchdacht, die Systemfunktionen sind gut integriert. Wenn eine IM reinkommt, muss ich nicht zwingend das Chatfenster öffnen sondern kann direkt in der Benachrichtigung am unteren Bildschirmrand antworten. Wenn eine verschlüsselte Festplatte angesteckt wird kann ich in der Benachrichtigung über den neuen Datenträger das Passwort eingeben und sie wird eingebunden. Dual Monitor hat bei mir bisher keine Probleme gemacht, es funktioniert einfach.

Es gibt zwar noch ein paar Stellen an denen geschraubt wird (der Netzwerkmanager könnte noch etwas Pflege gebrauchen) aber im großen und ganzen bin ich im Moment sehr zufrieden.

* Nachtrag: Der Fehler hat mich richtig genervt, als ich im September eine SSD geliehen bekommen hatte und Kubuntu darauf installieren wollte. Nach einer Stunde des (erfolglosen) Probierens hab ich dann Windows 7 darauf installiert. Das hat wenigstens funktioniert. Der Fehler war gefühlt nicht von KDE sondern durch die Anpassungen von Canonical. Später hab ich das gleiche mit KDE bei Fedora getestet und hatte den Fehler nicht gehabt. An der Stelle war Kubuntu für mich vorerst gestorben.

TweetDeck unter KDE (2)

Vor etwa 3 Wochen schrieb hier ich ein paar Zeilen zu TweetDeck unter KDE und damit auch Linux.

Fast gleichzeitig kündigte Adobe in einem ihrer Blogs an, ihre Plattform AIR fortan nicht mehr für Linux zu Entwickeln. (Kurzer (deutscher) Artikel hierzu bei Pro-Linux)

Ich finde das sehr schade. Lange Zeit hatte ich keine Desktopapplikation für Twitter. Alles was ich unter Linux ausprobiert habe hat mir nicht zugesagt weil es entweder zu viele Bugs oder mir zu wenig Funktionen enthielt. TweetDeck kann alles was ich will, vor allem kommt es direkt mit meinem URL shortner klar. Bald wird TweetDeck wohl wieder von mir weichen müssen, dann wenn es eine neurere AIR Version benötigt als es für Linux gibt. Ich Arbeite ja schon viel mit virtuellen Maschinen, aber für TweetDeck extra eine Windows VM zu benutzen würde dann doch zu weit gehen :-D.

Die Chrome Implementierung von TweetDeck sagt mir bisher noch nicht zu, ein paar mir wichtige Funktionen fehlen leider noch (mein Link shortner z.B.).

Ich hoffe, dass es einen würdigen Ersatz oder eine andere Möglichkeit AIR Aplikationen auf Linux auszuführen geben wird. Eventuell könnte wine hilfreich sein.

TweetDeck unter KDE

Mit Ubuntu 11.04 bin ich wieder von Gnome weg, zurück zu KDE (erwähnte ich ja schon bereits an anderer Stelle)

Als Desktop Twitterclienten benutzte ich in letzter Zeit ganz gerne TweetDeck, unter Anderem weil dieser direkt mit meinem Linkshortner zurecht kommt.

TweetDeck zu installieren ist das kleinste Problem, wenn Adobe AdobeAIR 64-bit Pakete für Linux schnüren würde wäre es zwar noch einfacher, aber immerhin stellen sie auf ihrem Blog eine Anleitung bereit, wie es doch geht: http://blogs.adobe.com/flashplatform/2010/10/install-adobe-air-on-64-bit-ubuntu-10-10.html

Durch den Wechsel von Gnome zu KDE musste ich noch das Schlüsselbund Problem lösen (Gnome verwendet den gnome-keyring, KDE kwallet: http://kb2.adobe.com/cps/492/cpsid_49267.html), danach lief TweetDeck.

Ubter Gnome würde es so gehen, bei KDE bleib aber ein kleines Problem: Links wurden nicht geöffnet.

Link anklicken -> nichts passiert.

Rechtsklick -> ‚Verknüpfung öffnen‘ -> nichts passiert.

Systemeinstellungen gecheckt: Standartbrowser ist Firefox, interessiert TweetDeck aber nicht. Ich kannte das Problem zwar schon von meinem Laptop (bereit vor ein paar Wochen umgestellt), wollte es jetzt aber endlich lösen.

Ich wusste: sobald ich konqueror installiere geht es, aber warum?

Ein einfacher Symlink von /usr/bin/konqueror auf /usr/bin/firefox half nicht, nun war meine Neugierde komplett geweckt.

Was macht TweetDeck um Links zu öffnen??

Nach einiger Zeit der Suche habe ich rausgefunden woran es liegt (mittels alter Bugreports, ähnlicher Probleme…):

Es gibt in KDE eine art Mittelsmann um Links zu öffnen: kfmclient

kfmclient ist ein Programm welches von konqueror automatisch mitinstalliert wird, bei Kubuntu aber nicht von Haus aus installiert ist (evtl weil rekonq Standardbrowser ist und dieser kfmclient nicht bereitstellt).

Einzeln ist es in den Kubuntu Repositories aber nicht vorhanden, die einzige Möglichkeit kfmclient zu installieren ist, konqueror zu installieren.

Ruft man ‚kfmclient openURL http://blog.vthadden.de‘ auf der Konsole auf, wird mein Blog geöffnet, vorausgesetzt man hat konqueror installiert, es wird sogar der Browser verwendet, den man als Standard gesetzt hat, in meinem Fall also Firefox. Vom konqueror selbst bekommt man also nichts mit, er ist lediglich vorhanden man muss ihn aber nicht benutzen.

TweetDeck nutzt (leider) auch kfmclient um Links zu öffnen. Sofern dieser nicht installiert ist passiert halt nichts. Es gibt kein Fallback oder eine sonstige Lösung.

Will man das TweetDeck Problem also lösen: konqueror installieren.

Ich gehe davon aus, dass kfmclient in AdobeAIR eingetragen ist und nicht im TweetDeck, nutze aber im Moment keine anderen AIR Applikationen und kann es von daher nicht definitiv sagen.

 

Von daher ein „Aufruf“ an die Kubuntu Entwickler und an Abode (bzw TweetDeck, wo auch immer der kfmclient als Referenz eingetragen ist):

Es wäre schön wenn „kfmclient“von Haus aus installiert ist, unabhängig von konqueror (kfmclient als eigenes Paket wäre durchaus Praktisch)

Und es wäre schön wenn TweetDeck nicht ausschließlich kfmclient sondern mindestens /usr/bin/www-browser als Fallback nutzen würde.

Das würde mir und Anderen die Fehlersuche ersparen.

PDFs miteinander „verzahnen“ mit pdftk

Ich hatte heute ein Problem: Ich wollte einen Stapel Blätter scannen, farbig, hatte aber nur einen Einzugsscanner zur hand der kein Duplex kann (immerhin Einzug, von daher kein Problem).

Also als erstes alle Vorderseiten gescannt, danach den Stapel umgedreht (nicht umsortiert) und die Rückseiten gescannt.

Ich hatte also 2 Dateien: vorderseiten.pdf und rueckseiten.pdf. Wer mitdenkt wird merken: durch das Umdrehen des Stapels war die rueckseiten.pdf genau falsch sortiert. Die letzte Seite ist die erste und vice versa. Dazu müssten die Dateien wie ein Reißverschluss „verzahnt“ werden.

Zum ändern von PDF Dateien gibts das freie, kleine Programm pdftk. Unter Ubuntu in den Quellen, für andere Betriebssysteme übers Netz zu beziehen. Ob die Befehle unter Windows genau gleich sind weiß ich nicht, ich nutz es nur unter Linux. Eine kleine „Warnung“ vorab: hier passiert alles auf der Konsole.

Das Umsortieren der Seiten ist schnell gemacht:

pdftk rueckseiten.pdf cat end-1 output rueckseiten_reverse.pdf

erstellt eine neue pdf „rueckseiten_reverse.pdf“, welche die Seiten in genau umgekehrter Reihenfolge enthält.

Nun möchte man aber noch die beiden Dateien zusammenfügen, abwechselnd eine Datei der „vorderseiten.pdf“ und der „rueckseiten_reverse.pdf“. Auch hier hilft wieder pdftk, nur dieses Mal kommt noch ein kleinwenig bash scripting dazu 🙂

Als erstes teilen wir die beiden PDF Dateien auf:

pdftk rueckseiten_reverse.pdf burst

macht aus jeder Seite eine eigene pg_xxxx.pdf (wobei xxxx die Seitenzahl angibt).

jetzt diese Dateien umbenennen (damit sie nicht mit den gleich folgenden Vorderseiten überschrieben werden):

for f in pg_*.pdf; do mv $f rueck_$f; done;

Nun heißen die Dateien rueck_pg_xxxx.pdf und wir können (analog zur Rückseite) die vorderseiten aufteilen:

pdftk vorderseiten.pdf burst

Nun liegen in dem Ordner in dem wir uns befinden neben den rueck_pg_xxxx.pdf auch die vorderseiten pg_xxxx.pdf

Das Zusammenfügen ist nun ein „Kinderspiel“:

a=““; for f in pg_*.pdf; do a=“$a $f rueck_$f“; done; pdftk $a output alleseiten.pdf

Das wars schon. nun haben wir eine „alleseiten.pdf“, die (wenn alles richtig gemacht wurde) alle Seiten, in der richtigen Reihenfolge beinhaltet.

Viel Spaß beim Basteln.

P.S.: Wer die Blätter auf dem Kopf stehend gescannt hat, kann sie mit pdftk auch einfach Drehen

pdftk in.pdf cat 1-endS output out.pdf

Neues 64-bit Flashplugin für Linux

Adobe hatte im Frühjahr ein 64-bit Flashplugin (beta) für Linux herausgebracht, dies aber nach einiger Zeit vom Netz genommen. Lange Zeit passierte dann wieder nichts, bis heute:

Adobe hat heute eine neue (experimentelle) Version des Flashplugins  unter dem Codenamen „Square“ herausgegeben: für Linux, Windows und Mac OS X – jeweils 32-bit und (ganz wichtig für mich:) 64-bit.

Eigentlich ist die bessere Performance schon Grund genug es zu benutzen, das Argument schlechthin ist mir eben erst aufgefallen:

Bisher hatte ich mit dem (bei Ubuntu mitgelieferten) Plugin in Verbindung mit Compiz Desktopeffekten starke „klick“ Probleme. Buttons und sonstige Links in Flashvideos (oder Webseiten, ganz egal) konnte ich in den meisten Fällen nicht anklicken. Pausieren ging oft nicht, eingebettete Videos konnte ich nicht starten und solche „Späße“.

Manchmal half ein „wildes“ Geklicke um Glück zu haben, manchmal auch einfach nichts.

Mit dem (alten) 64-bit Plugin hatte ich das nicht, mit dem aktuell bei Ubuntu mitgelieferten Plugin (bzw über apt-get install flashplugin-installer installierbaren) Plugin aber schon und nicht zu knapp.

Nun eben das neue 64-bit Plugin installiert, Probleme weg.

Falls noch jemand (außer mir) das Bedürfnis hat, es auszuprobieren:

Einfach auf der Adobe-Labs Webseite herunterladen.

Für 64-bit Linux wäre es folgene Datei: Flashplugin 64-bit Linux

Die folgenden Schritte nun am Besten auf der Konsole ausführen:

tar -xzvf flashplayer_square_p1_64bit_linux_091510.tar.gz

mv libflashplayer.so ~/.mozilla/plugins/

Wer keine Konsole will kann es auch im Nautilus (oder dem Dateimanager deines Vertrauens) machen.

Normalerweise sollte das ~/.mozilla/plugins/ Verzeichnis existieren, falls nicht einfach anlegen.

Falls noch jemand die Klickprobleme hat: sind sie nun (wie bei mir) weg?

Nun ist Flash (bei mir) endlich wieder deutlich Stress-freier zu verwenden 🙂

Was wäre wenn…

… es meine Lieblingsdistribution nicht mehr geben würde?

Diese Frage könnte ich deutlich einfacher beantworten, wenn ich eine Lieblingsdistribution hätte. Ich hatte in den letzten Jahren Debian (bei Servern) und Ubuntu (bei Desktops und Laptops) eingesetzt. Ich habe viel darüber nachgedacht Ubuntu auch auf Servern einzusetzen, es bisher aber nicht getan weil ich keinen Vorteil dabei erkennen konnte.

Ubuntu wird bessere Kompatibilität zu neuer Hardware nachgesagt, ob das noch so stimmt kann ich im Moment nicht sagen, spielt bei Servern aber eine untergeordnete Rolle.

Was würde nun Passieren wenn Ubuntu nicht mehr existieren würde?

Ich würde auf Desktops entweder Debian oder Fedora einsetzen. Debian wäre die „schnelle“ Lösung, weil ich es schon kenne. Fedora hingegen noch nicht, wodurch viel „neues“ da wäre, die Entscheidung würde von meiner Laune, „Spieltrieb“ und Zeit abhängen.

Suse hatte ich früher mal gehabt, gefällt mir aber irgendwie nicht und käme von daher nicht in Frage.

(via)

Jabber Voice Calls mit Psi in Ubuntu 10.04

Jabber/XMPP kennt die sogenannte „Jingle“ Erweiterung, sie macht es möglich mit dem Gegenüber nicht nur zu Schreiben sondern auch zu Reden. Google Talk unterstützt dies schon seit langer Zeit, in anderen Clients ist es aber noch relativ Neu und von vielen noch nicht bemerkt worden.

Unter Linux gibt es mehrere Clients die die Funktion beinhalten: Psi, Pidgin, Empathy und (sehr wahrscheinlich) noch weitere.

Ich selbst benutze Psi und Pidgin. Pidgin ist ein Multimessanger der vieles kann, bei Jabber aber ein paar Lücken hat (die aber normal nicht stören) und Psi ist ein reiner Jabberclient der mit sehr vielen Funktionen aufwarten kann.

Pidgin unterstützt Voice und Video, Psi im Moment nur Voice. Um Voice nutzen zu können, wird „psimedia“ benötigt, welches zwar über die Paketverwaltung leicht zu Installieren ist, aber (bei Ubuntu) nicht funktioniert.

Wenn man jemanden Anruft stürzt Psi ab, kommentarlos. Startet man Psi über die Kommandozeile stürzt es mit folgendem Fehler ab:

psi: symbol lookup error: /usr/lib/psi/plugins/libgstprovider.so: undefined symbol

Das Problem liegt im psimedia Paket und wurde auch behoben, in den Ubuntu Repositories ist aber eine zu alte Version.

Eine neuere Version hat Debian in ihren Repos:

Hier einfach die für deine Architektur benötigte Version herunter laden (auf die Versionsnummer achten)

Wenn man gerade schon am manuellen Aktualisieren ist: Die Psi Version in Ubuntu ist auch veraltet (0.13, aktuell ist 0.14) und kann genauso ersetzt werden (muss man aber nicht, psimedia funktioniert auch mit der Alten), genauso hier herunterladen.

Nach dem Download einfach Installieren (Doppelklick auf die datei 😉 ).

Diese Meldung wegklicken, wenn die Version in den Repos neuer wäre müsste man nichts von Hand machen

Nun kann man im Psi mittels Rechtsklick auf einen Kontakt den Punkt „Voice Call“ auswählen, in dem kleinen Fenster auf „Call“ klicken und schon Telefoniert man.

Bei Pidgin funktioniert es von Anfang an, man muss nichts dafür tun. Aber wie immer: Es gibt Dinge die kann Pidgin besser und es gibt Features, die nur Psi hat. Genau diese benötige ich von Zeit zu Zeit.

P.S.: Psi unterstützt Anrufe auch auf anderen Plattformen, bringt dort aber alle benötigten Bibliotheken direkt mit.

RAW Thumbnails unter Gnome

Ordneransicht ohne Thumbnails

Da ich meine Fotos meistens im Rohdatenformat mache (bei Nikon hat dies die Endung .NEF) konnte mir Nautilus (der Dateimanager von Gnome) bisher keine Thumbnails anzeigen.

Dies machte das Sortieren deutlich schwerer als es eigentlich sein muss.

Abhilfe schafft ein kleines Plugin: gnome-raw-thumbnailer, unter Ubuntu einfach mit apt-get (oder den grafischen Werkzeugen) installieren, Nautlis neu starten (z.b. mit killall nautilus && nautilus) und einen Ordner mit Bildern im Rohdatenformat öffnen.

Ordner mit funktionierendem RAW Thumbnailer

Das Plugin liest die (im RAW) eingebettete Vorschau aus und nimmt diese als Thumbnail. Rotiert wird das Thumbnail zwar nicht was aber verzichtbar ist.

Zu dem Projekt gibt es noch eine kleine Webseite: http://gnome-raw-thumb.sourceforge.net/

http://gnome-raw-thumb.sourceforge.net/