Captcha

Lange Zeit hatte ich keinerlei Sicherheitsmaßnahmen beim Kommentieren aktiviert. Man musste lediglich Name und E-Mail Adresse hinterlassen.

Jeder der selbst bloggt wird wissen: SPAM ist auch bei Kommentaren sehr beliebt. Es bringt den Spammern zwar nicht viel (sofern die Suchmaschine das Attribut rel=“nofollow“ auswertet) aber sie tun es trotzdem. Heute kam im Schnitt alle 2 Minuten ein neuer SPAM-Kommentar dazu, zwischenzeitlich hatte ich deswegen bei Artikeln die älter als 14 Tage sind die Kommentarfunktion deaktiviert.

Da aber doch mehr Besucher über Google auf alte Beiträge kommen, als ich dachte, ist das wahrscheinlich keine so gute Idee; vielleicht will von denen ja jemand etwas hinterlassen.

Von daher habe ich nun ein kleines Captcha aktiviert, ob es auf Dauer nützlich ist wird sich zeigen. Wichtig war mir, dass es kein externes Captcha ist, welches Daten von einem anderen Server laden muss. Wenn es sich aber als nutzlos herausstellt wird es wohl oder übel ein externes werden müssen (während ich diesen Beitrag schreibe, kam jedenfalls kein neuer SPAM-Kommentar rein, toi toi toi 🙂 )

IPv6 Zertifizierung und die glue Records

Hurricane Electric, ein ISP aus den USA, bietet als (im Moment) einer der größten IPv6 Backbone Provider einerseits kostenlose IPv6 Tunnel (http://tunnelbroker.net, benutze ich selbst u.a. auch), aber auch eine IPv6 Zertifizierung an.

Die Zertifizierung ist kostenlos und besteht aus theoretischen und praktischen Aufgaben. Im Praktischen Teil muss man einen Server in mehreren Schritten komplett IPv6 fähig machen, der letzte Schritt ist die Eintragung von IPv6 glue Records bei der Domain Registrierunsstelle.

Ein glue Record enthält die IP Adresse zu dem Nameserver, der für eine Domain zuständig ist. Der Eintrag ist notwendig , wenn der Nameserver unter der gleichen Domain läuft als die Domain, die man auflösen möchte.

Für mich und meinen Server heißt das:

Meine „Haupt“ Domain, unter der ich die meisten Services laufen lasse ist 4nx.de.

Mein primärer Nameserver „hört“ auf den Namen ns1.4nx.de und gehört damit dieser selbst an. Dadurch muss bei der Denic direkt hinterlegt sein, unter welcher IP-Adresse dieser Nameserver erreichbar ist. Diesen Eintrag nennt man dann glue Record.

Um bei der IPv6 Zertifizierung den höchsten Grad zu erreichen, muss man seine Domain mit diesen Einträgen ausstatten. Alle vorherigen Schritte habe ich schon letztes Jahr gemacht. Diesen letzten erst gestern, aus einem einfachen Grund: Weiterlesen

Mittwoch ist IPv6 Tag

Ja, am Mittwoch ist es so weit.

Geplant ist, dass Google, Facebook, Akamai und viele andere Betreiber von Diensten im Internet ihre Dienste auch regulär per IPv6 zur Verfügung stellen.

Google macht das bisher unter http://ipv6.google.com und für User bestimmter Netzwerke/DNS Server auch auf http://google.com

„Normale“ Internetnutzer bekommen dagegen keine IPv6 Adressen für Webseiten zurückgeliefert von Googles Nameserver. Damit wollen sie Problemen aus dem Weg gehen, die einige ältere Betriebssysteme (und manche Router) haben beziehungsweise haben könnten.

Facebook und co handeln ähnlich.

Anders wird es diesen Mittwoch sein. Am Mittwoch werden die Fragen nach IPv6 Adressen für Google, Facebook etc beantwortet und der Computer könnte die Webseite per IPv6 erreichen, sofern er per IPv6 angebunden ist, man kann auch Parallel IPv4 und IPv6 benutzen, meistens wird IPv6 bevorzugt wenn eine Webseite beides unterstützt. Wenn nicht sind alle aktuellen Betriebssysteme so clever es auch nicht zu versuchen sondern benutzen direkt IPv4.

Ich für meinen Teil setze IPv6 (zuhause zwar mit Tunnel) seit über einem Jahr ein und hatte bisher keine Probleme damit. Alle meine Server sind (mittlerweile nativ) IPv6 fähig und auch auf dieser Webseite ist es aktiviert. Rechts in der Spalte hab ich eine kleine Box eingebaut, die anzeigt ob man per IPv4 oder IPv6 hier ist.

Von Daher: Wenn du diese Webseite lesen kannst und bei dir keine Fehler auftreten dann wirst du wahrscheinlich auch keine Probleme am IPv6 Tag am Mittwoch haben. Wenn du diese Webseite nicht lesen kannst… Wenn bei dir Probleme mein Laden aufgetreten sind, dann lass es mich wissen 😉

Manche sehen im IPv6 Day zwar nur eine Alibiaktion, ich habe aber die Hoffnung, dass ein positiver Ausgang die Einführung von IPv6 beschleunigt.

Viele Firmen haben noch Hemmungen vor IPv6 bzw sehen keinen Nutzen darin (ok, darüber kann man sich streiten wenn man will). Von daher bin ich gespannt was am Mittwoch herauskommt, vielleicht ist IPv6 ja gar nicht so „schlimm“ wie bisher befürchtet 😉

 

Nachtrag: Christoph hat auch noch ein paar Worte dazu geschrieben

WhatsApp??

Oft wurde mir schon von WhatsApp erzählt, wie toll das doch sei und so.

Gestern hab ich mit erstaunen festgestellt, dass es sogar eine Symbian Version gibt und diese mal installiert. Der erste Eindruck ist nicht schlecht, komfortabel zu Nutzen und durchaus praktisch.

Verwundert war ich dagegen, als ich die Preise gesehen hab: Für Symbian, Android und Blackberry ein Jahr kostenlos, danach 1,99$ pro Jahr. Könnte man so akzeptieren, trotzdem wundere ich mich dass für iPhones nur eine einmalige Gebühr von 0,99$ anfällt. Wieso bzw. wozu?? Einerseits bleibt bei den iPhone Kunden doch noch weniger hängen als bei den Anderen (durch den AppStore), andererseits müssten die Kosten doch mindestens gleich hoch sein. Die genutzte Infrastruktur bei WhatsApp sollte die gleiche sein und ich glaube nicht, dass die Developerzertifikate bei anderen Plattformen nennswert teurer sind (ohne das jetzt genauer zu recherchieren).

2$ pro Jahr für eine „SMS Flatrate“ sind sicher gut angelegtes Geld, sofern die Verbreitung von WhatsApp stimmt/zunimmt. Ich wäre es durchaus bereit zu bezahlen, wäre da nicht eine andere Kleinigkeit:

WhatsApp lässt sich bei Symbian nicht beenden. Die „Schließen“ Funktion beendet nur die GUI, der Hintergrundprozess (incl. Datenverbindung) läuft fröhlich weiter und ist selbstverständlich auch im Autostart hinterlegt.

Die FAQ bei WhatsApp sagt dazu nur lapidar „Die App ist so gebaut, dass sie wie SMS immer erreichbar ist.“ (ist übrigens der einzige FAQ Eintrag zu Symbian).


Der Ansatz ist ja schön und gut. Nur läuft bei einer SMS nicht dauerhaft eine Datenverbindung die Strom frisst. Manchmal habe selbst ich keine Programme mit Internetverbindung offen 😉

Symbian bietet natürlich auch keine Möglichkeit den Autostart zu verändern bzw. Hintergrundprozesse zu beenden. Es gibt dafür zwar Programme, doch diese müsste ich zum Installieren selbst signieren, danke Nokia, dass das so einfach ist.

Android und iOS User denken jetzt wahrscheinlich „dann deaktiviere doch die Datenverbindung“ – klar, würde ich liebend gerne tun. Nur hat Nokia auch diese Option weggelassen, es geht nicht (ohne die Interneteinstellungen zu ändern).

Es gibt manchmal einfach Situationen in denen man zwar per Telefon/SMS erreichbar sein will, aber nicht über einfacherer Wege wie IM oder eben WhatsApp. Ich merke an mir selbst dass ich mit jemandem eher „grundlos“ Kontakt aufnehme wenn er Online ist als per Telefon/SMS, da nur wenn es sein „muss“.

Zu meinem Erstaunen habe ich auch keine Möglichkeit gefunden, das Programm abstürzen zu lassen, in fast allen anderen Programmen auf meinem E71 passiert das regelmäßig :-/

Die einzige Möglichkeit WhatsApp im Moment zu beenden ist es zu deinstallieren.

Ist es so schwer einzusehen, dass es (mindestens einen) User gibt, der WhatsApp gerne mal beenden möchte???

Fazit: WhatsApp ist zwar eine gute Idee. Ob ich es auf Symbian dauerhaft verwende weiß ich noch nicht, die Option es zu beenden fehlt mir schon (bzw. meinem Akku), der Offline Modus ist dafür keine Alternative weil man da auch nicht mehr Telefonisch erreichbar ist. Dazu kommt noch die Preisgestaltung, welche einfach merkwürdig ist.

PDFs miteinander „verzahnen“ mit pdftk

Ich hatte heute ein Problem: Ich wollte einen Stapel Blätter scannen, farbig, hatte aber nur einen Einzugsscanner zur hand der kein Duplex kann (immerhin Einzug, von daher kein Problem).

Also als erstes alle Vorderseiten gescannt, danach den Stapel umgedreht (nicht umsortiert) und die Rückseiten gescannt.

Ich hatte also 2 Dateien: vorderseiten.pdf und rueckseiten.pdf. Wer mitdenkt wird merken: durch das Umdrehen des Stapels war die rueckseiten.pdf genau falsch sortiert. Die letzte Seite ist die erste und vice versa. Dazu müssten die Dateien wie ein Reißverschluss „verzahnt“ werden.

Zum ändern von PDF Dateien gibts das freie, kleine Programm pdftk. Unter Ubuntu in den Quellen, für andere Betriebssysteme übers Netz zu beziehen. Ob die Befehle unter Windows genau gleich sind weiß ich nicht, ich nutz es nur unter Linux. Eine kleine „Warnung“ vorab: hier passiert alles auf der Konsole.

Das Umsortieren der Seiten ist schnell gemacht:

pdftk rueckseiten.pdf cat end-1 output rueckseiten_reverse.pdf

erstellt eine neue pdf „rueckseiten_reverse.pdf“, welche die Seiten in genau umgekehrter Reihenfolge enthält.

Nun möchte man aber noch die beiden Dateien zusammenfügen, abwechselnd eine Datei der „vorderseiten.pdf“ und der „rueckseiten_reverse.pdf“. Auch hier hilft wieder pdftk, nur dieses Mal kommt noch ein kleinwenig bash scripting dazu 🙂

Als erstes teilen wir die beiden PDF Dateien auf:

pdftk rueckseiten_reverse.pdf burst

macht aus jeder Seite eine eigene pg_xxxx.pdf (wobei xxxx die Seitenzahl angibt).

jetzt diese Dateien umbenennen (damit sie nicht mit den gleich folgenden Vorderseiten überschrieben werden):

for f in pg_*.pdf; do mv $f rueck_$f; done;

Nun heißen die Dateien rueck_pg_xxxx.pdf und wir können (analog zur Rückseite) die vorderseiten aufteilen:

pdftk vorderseiten.pdf burst

Nun liegen in dem Ordner in dem wir uns befinden neben den rueck_pg_xxxx.pdf auch die vorderseiten pg_xxxx.pdf

Das Zusammenfügen ist nun ein „Kinderspiel“:

a=““; for f in pg_*.pdf; do a=“$a $f rueck_$f“; done; pdftk $a output alleseiten.pdf

Das wars schon. nun haben wir eine „alleseiten.pdf“, die (wenn alles richtig gemacht wurde) alle Seiten, in der richtigen Reihenfolge beinhaltet.

Viel Spaß beim Basteln.

P.S.: Wer die Blätter auf dem Kopf stehend gescannt hat, kann sie mit pdftk auch einfach Drehen

pdftk in.pdf cat 1-endS output out.pdf

Falsche Rufnummernzuordnung in Symbian S60 3rd Edition FP1

Soeben habe ich einen „schönen“ Fehler in meinem Handy gefunden, einem Nokia E71. Dies Läuft mit Symbian S60 3rd Edition Featurepack 1.

Softwarestand ist im moment 200.xxx, was neueres gibt es noch nicht (da ich dummerweise ein von O2 „modifiziertes“ habe). Für entfesselte geräte gäb es etwas mit 500.xxx oder 400.xxx, bin mir nicht sicher.

Nun zum Problem:

Ein Freund (nennen wir in John Doe) hat eine nummer: 0123-4567890

Nun hat ein Kollege (nennen wir ihn Max Mustermann) eine Nummer: 01578-4567890

In meinem Telefonbuch sind die Nummern ohne Seperatoren eingetragen, also ohne „-„. Ruft nun Max an und ich habe seine Nummer im Handy gespeichert wird garkein Name angezeigt. Lösche ich Max heraus wird John angezeigt, lösche ich John heraus wird Max (also richtig) angezeigt.

Das E71 beschwert sich natürlich auch nicht, wenn ich Nummern doppelt zum Telefonbuch hinzufüge (auch nicht wenn sie 100% gleich sind).

Wenn ich angerufe werde ist es dem E71 wohl egal ob die Nummer zu 100% identisch ist, so lange sie letzten Zeichen stimmen scheints wohl zu passen. Wer bitte Programmiert soetwas?????? Das Vergleichen auf 100% identische Inhalte ist doch nicht so schwer…

Was hab ich für eine Möglichkeit? Im moment muss ich wohl auf die Anzeige versichten (hab also John und Max im Telefonbuch, bekommt damit nur die Nummer gezeigt). Wenigstens wird die richtige Nummer gewählt, wenn ich einen von beiden Anrufen will *freu*.

Später werde ich das ganze mal mit einem S60 5th Edition testen, einem Nokia 5800 XpressMusic mit halbwegs aktueller Software (auch O2, also nicht die aktuellste FW).

Achja, nochwas hab ich gelernt: NIE WIEDER GERÄTE VON IRGENDEINEM NETZBETREIBER. Diese Softwareupdatepolitik ist einfach ein Grauen. Das nächste kommt Frisch vom Hersteller.

Achja, die Nummern sind natürlich frei erfunden 😉

Neues 64-bit Flashplugin für Linux

Adobe hatte im Frühjahr ein 64-bit Flashplugin (beta) für Linux herausgebracht, dies aber nach einiger Zeit vom Netz genommen. Lange Zeit passierte dann wieder nichts, bis heute:

Adobe hat heute eine neue (experimentelle) Version des Flashplugins  unter dem Codenamen „Square“ herausgegeben: für Linux, Windows und Mac OS X – jeweils 32-bit und (ganz wichtig für mich:) 64-bit.

Eigentlich ist die bessere Performance schon Grund genug es zu benutzen, das Argument schlechthin ist mir eben erst aufgefallen:

Bisher hatte ich mit dem (bei Ubuntu mitgelieferten) Plugin in Verbindung mit Compiz Desktopeffekten starke „klick“ Probleme. Buttons und sonstige Links in Flashvideos (oder Webseiten, ganz egal) konnte ich in den meisten Fällen nicht anklicken. Pausieren ging oft nicht, eingebettete Videos konnte ich nicht starten und solche „Späße“.

Manchmal half ein „wildes“ Geklicke um Glück zu haben, manchmal auch einfach nichts.

Mit dem (alten) 64-bit Plugin hatte ich das nicht, mit dem aktuell bei Ubuntu mitgelieferten Plugin (bzw über apt-get install flashplugin-installer installierbaren) Plugin aber schon und nicht zu knapp.

Nun eben das neue 64-bit Plugin installiert, Probleme weg.

Falls noch jemand (außer mir) das Bedürfnis hat, es auszuprobieren:

Einfach auf der Adobe-Labs Webseite herunterladen.

Für 64-bit Linux wäre es folgene Datei: Flashplugin 64-bit Linux

Die folgenden Schritte nun am Besten auf der Konsole ausführen:

tar -xzvf flashplayer_square_p1_64bit_linux_091510.tar.gz

mv libflashplayer.so ~/.mozilla/plugins/

Wer keine Konsole will kann es auch im Nautilus (oder dem Dateimanager deines Vertrauens) machen.

Normalerweise sollte das ~/.mozilla/plugins/ Verzeichnis existieren, falls nicht einfach anlegen.

Falls noch jemand die Klickprobleme hat: sind sie nun (wie bei mir) weg?

Nun ist Flash (bei mir) endlich wieder deutlich Stress-freier zu verwenden 🙂

Was wäre wenn…

… es meine Lieblingsdistribution nicht mehr geben würde?

Diese Frage könnte ich deutlich einfacher beantworten, wenn ich eine Lieblingsdistribution hätte. Ich hatte in den letzten Jahren Debian (bei Servern) und Ubuntu (bei Desktops und Laptops) eingesetzt. Ich habe viel darüber nachgedacht Ubuntu auch auf Servern einzusetzen, es bisher aber nicht getan weil ich keinen Vorteil dabei erkennen konnte.

Ubuntu wird bessere Kompatibilität zu neuer Hardware nachgesagt, ob das noch so stimmt kann ich im Moment nicht sagen, spielt bei Servern aber eine untergeordnete Rolle.

Was würde nun Passieren wenn Ubuntu nicht mehr existieren würde?

Ich würde auf Desktops entweder Debian oder Fedora einsetzen. Debian wäre die „schnelle“ Lösung, weil ich es schon kenne. Fedora hingegen noch nicht, wodurch viel „neues“ da wäre, die Entscheidung würde von meiner Laune, „Spieltrieb“ und Zeit abhängen.

Suse hatte ich früher mal gehabt, gefällt mir aber irgendwie nicht und käme von daher nicht in Frage.

(via)

Jabber Voice Calls mit Psi in Ubuntu 10.04

Jabber/XMPP kennt die sogenannte „Jingle“ Erweiterung, sie macht es möglich mit dem Gegenüber nicht nur zu Schreiben sondern auch zu Reden. Google Talk unterstützt dies schon seit langer Zeit, in anderen Clients ist es aber noch relativ Neu und von vielen noch nicht bemerkt worden.

Unter Linux gibt es mehrere Clients die die Funktion beinhalten: Psi, Pidgin, Empathy und (sehr wahrscheinlich) noch weitere.

Ich selbst benutze Psi und Pidgin. Pidgin ist ein Multimessanger der vieles kann, bei Jabber aber ein paar Lücken hat (die aber normal nicht stören) und Psi ist ein reiner Jabberclient der mit sehr vielen Funktionen aufwarten kann.

Pidgin unterstützt Voice und Video, Psi im Moment nur Voice. Um Voice nutzen zu können, wird „psimedia“ benötigt, welches zwar über die Paketverwaltung leicht zu Installieren ist, aber (bei Ubuntu) nicht funktioniert.

Wenn man jemanden Anruft stürzt Psi ab, kommentarlos. Startet man Psi über die Kommandozeile stürzt es mit folgendem Fehler ab:

psi: symbol lookup error: /usr/lib/psi/plugins/libgstprovider.so: undefined symbol

Das Problem liegt im psimedia Paket und wurde auch behoben, in den Ubuntu Repositories ist aber eine zu alte Version.

Eine neuere Version hat Debian in ihren Repos:

Hier einfach die für deine Architektur benötigte Version herunter laden (auf die Versionsnummer achten)

Wenn man gerade schon am manuellen Aktualisieren ist: Die Psi Version in Ubuntu ist auch veraltet (0.13, aktuell ist 0.14) und kann genauso ersetzt werden (muss man aber nicht, psimedia funktioniert auch mit der Alten), genauso hier herunterladen.

Nach dem Download einfach Installieren (Doppelklick auf die datei 😉 ).

Diese Meldung wegklicken, wenn die Version in den Repos neuer wäre müsste man nichts von Hand machen

Nun kann man im Psi mittels Rechtsklick auf einen Kontakt den Punkt „Voice Call“ auswählen, in dem kleinen Fenster auf „Call“ klicken und schon Telefoniert man.

Bei Pidgin funktioniert es von Anfang an, man muss nichts dafür tun. Aber wie immer: Es gibt Dinge die kann Pidgin besser und es gibt Features, die nur Psi hat. Genau diese benötige ich von Zeit zu Zeit.

P.S.: Psi unterstützt Anrufe auch auf anderen Plattformen, bringt dort aber alle benötigten Bibliotheken direkt mit.

RAW Thumbnails unter Gnome

Ordneransicht ohne Thumbnails

Da ich meine Fotos meistens im Rohdatenformat mache (bei Nikon hat dies die Endung .NEF) konnte mir Nautilus (der Dateimanager von Gnome) bisher keine Thumbnails anzeigen.

Dies machte das Sortieren deutlich schwerer als es eigentlich sein muss.

Abhilfe schafft ein kleines Plugin: gnome-raw-thumbnailer, unter Ubuntu einfach mit apt-get (oder den grafischen Werkzeugen) installieren, Nautlis neu starten (z.b. mit killall nautilus && nautilus) und einen Ordner mit Bildern im Rohdatenformat öffnen.

Ordner mit funktionierendem RAW Thumbnailer

Das Plugin liest die (im RAW) eingebettete Vorschau aus und nimmt diese als Thumbnail. Rotiert wird das Thumbnail zwar nicht was aber verzichtbar ist.

Zu dem Projekt gibt es noch eine kleine Webseite: http://gnome-raw-thumb.sourceforge.net/

http://gnome-raw-thumb.sourceforge.net/